GGL fordert flexiblere Regulierung für Online-Glücksspiel nach fünf Jahren Bestehen
Mia Zimmermann · Sep 28, 2026

GGL fordert flexiblere Regulierung für Online-Glücksspiel nach fünf Jahren Bestehen

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens im September 2026 eine Anpassung der bestehenden Regulierungsrahmen gefordert, damit diese mit den schnellen Entwicklungen im Online-Glücksspiel mithalten können, während die Behörde zugleich ihre Aufsichts- und Durchsetzungsaktivitäten weiter ausbaut.
Entstehung und Aufgaben der GGL
Die GGL wurde vor fünf Jahren als zentrale Aufsichtsbehörde für das Glücksspielwesen in Deutschland eingerichtet und übernimmt seitdem die Lizenzvergabe sowie die Überwachung von Anbietern und Intermediären im gesamten Bundesgebiet, wobei die Behörde in einem Markt agiert, der durch rasante technologische Veränderungen geprägt ist.
Lizenzierte Betreiber und autorisierte Angebote
Aktuelle Zahlen zeigen, dass die GGL derzeit 129 lizenzierte Betreiber und Intermediäre beaufsichtigt, die insgesamt 229 autorisierte Websites betreiben, und diese Struktur ermöglicht es der Behörde, einen geordneten Marktzugang sicherzustellen, während gleichzeitig die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben kontrolliert wird.
Steigende Durchsetzungsmaßnahmen gegen illegale Angebote
Die Durchsetzungsaktivitäten haben sich deutlich verstärkt, denn die Zahl der Verbotsverfahren stieg von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025, und bis Ende 2025 wurden 1843 illegale Websites unzugänglich gemacht, was auf eine systematische Ausweitung der Kontrollmaßnahmen hinweist, die von der GGL koordiniert werden.
Aufruf zu mehr Flexibilität in der Regulierung
Angesichts dieser Entwicklungen plädiert die GGL für eine größere Flexibilität bei der Ausgestaltung der Glücksspielregeln, damit neue Formen des Online-Glücksspiels schneller erfasst und reguliert werden können, ohne dass bestehende rechtliche Strukturen ständig nachjustiert werden müssen, und diese Forderung wird in Berichten der Behörde mit Verweis auf die dynamische Marktentwicklung begründet.

Marktanteil des regulierten Sektors
Daten aus dem Jahr 2024 belegen, dass der regulierte Markt einen Anteil von rund 77 Prozent am gesamten Online-Glücksspiel in Deutschland hielt, wobei diese Quote auf Grundlage von Analysen der GGL ermittelt wurde und zeigt, wie sich der legale Bereich gegenüber nicht lizenzierten Angeboten behauptet hat.
Technologische Anpassungen und zukünftige Herausforderungen
Beobachter notieren, dass die GGL ihre Prozesse kontinuierlich an neue digitale Entwicklungen anpasst, während die Behörde gleichzeitig die Zusammenarbeit mit anderen Stellen intensiviert, um illegale Plattformen effektiver zu identifizieren und zu blockieren, und diese Maßnahmen stützen sich auf Berichte wie den Tätigkeitsbericht 2025 sowie den Marktmonitor, die unter www.gluecksspiel-behoerde.de veröffentlicht sind.
Schlussfolgerung
Zusammengefasst dokumentiert die Entwicklung der GGL in den vergangenen fünf Jahren eine klare Ausweitung von Lizenzierung, Kontrolle und Durchsetzung, wobei die Forderung nach flexibleren Regulierungsmechanismen darauf abzielt, den regulatorischen Rahmen an die aktuelle Marktdynamik anzupassen und den Anteil des legalen Segments weiter zu stabilisieren.